Metamorphosis (2020/21)

Eine künstlerische Forschung mit und von Kindern für Erwachsene.

Welche Zukunft wird unsere Vorstellungskraft hervorbringen, wenn wir Menschen den Mut aufbringen uns selbst nicht mehr als Mittelpunkt der Welt zu sehen? Können wir andere Erzählungen über ein artenübergreifendes Leben auf dieser zerstörten Erde (er)finden? Wir brauchen keine Gute-Nacht-Geschichte, kein ewig wiederkehrendes „Weiter so“, denn es geht um die drängendste Herausforderung der Zeit: Die Klimakrise. Überflutungen und Waldbrände, steigende Meeresspiegel und sterbende Korallenriffe, Inseln aus Plastik, ölverschmutze Strände und schmelzende Permafrostböden. So sieht es aus, im sogenannten Anthropozän. Wir leben in turbulenten Zeiten. Ein Vibrieren liegt in der Luft. Es ist spürbar, dass tiefgreifende Umbrüche und Veränderungen anstehen. „And change is coming, wether you like it or not“ (Greta Thunberg, 2019).

Und … stellt euch vor … ich könnte über meine Haut Nährstoffe an Pflanzen abgeben. Stellt euch vor es wäre möglich Daten auf DNA zu speichern – wie viel Energie und Rohstoffe das sparen könnte.

„Wenn wir, wir als Spezies Metamorphose könnten, uns komplett transformieren, unsere ganze Lebensweise verwandeln, wäre das nicht schön?“

Metamorphosis, 2020

In Metamorphosis forschten wir gemeinsam mit einer Gruppe Kinder und Jugendlicher aus Lingen und Andervenne, die Arbeit war interdsiziplinär und experimentell. Wir begaben uns auf die Suche nach einer feinsinnigen Erzählung und wagemutige Spekulation über Hoffnung, Angst und Vernetzung. Inspiriert von den Fabulationen Donna Haraways folgten wir dem Faden in die Dunkelheit, ins Dickicht der Herausforderungen unserer Zeit – vom Klimawandel und drohenden Naturkatastrophen zu Generationenkonflikten und schließlich in ein mögliches Morgen.

(c) Theaterpädagogisches Zentrum Lingen | foto Marielle Amsbeck

Metamorphosis ist ein Projekt des Theaterpädagogischen Zentrums der Emsländischen Landschaft e.V., das im Rahmen des Programms „Theaterpädagogik in der Fläche verankern“ vom Landesverband Theaterpädagogik Niedersachsen gefördert wurde.

Zu diesem Projekt finden Sie den Fachartikel „Theater als Gefüge denken“ von Nicole Amsbeck und mir im Digitalteil der Zeitschrift für Theaterpädagogik, Ausgabe 78. Hier geht’s zum Artikel.